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Hinweise zum Zurücksetzen eines Fisches
Irgendwann kommt jeder Angler in die Situation einen Fisch zurücksetzen zu müssen. Nicht selten geschieht dies mit Verunsicherung darüber ob alles richtig gemacht wurde und der Fisch dies überleben wird.
Das kanadische „Ministry of Natural Resources“ hat einen Leitfaden zum Thema „Catch and Release“ veröffentlicht. Dieser Leitfaden gibt Grundregeln des Catch and Release bekannt die sich aus einer Auswertung von 118 (!!!) Studien zu dem Thema ergeben.
Diese werden hier kurz zusammengefasst. Am Ende des Textes befindet sich der Link zu der kostenlos verfügbaren Broschüre.
Die „Catch and Release Guidelines“:
- Zur Ausrüstung:
o Die Ausrüstung sollte darauf ausgelegt sein einen kurzen Drill des Fisches zu ermöglichen und ein tiefes Schlucken des Hakens verhindern.
§ Daraus ergibt sich:
· Die Nutzung von „circle hooks“, also Angelhaken die keine „J-Form“ sondern einen vergleichbar breiten und runden Schenkel haben ist empfohlen.
· Drillinge sollten durch Einzelhaken ersetzt werden und der Widerhaken sollt entfernt (mit einer Zange angepresst) werden.
· Kunstköder sind Naturködern vorzuziehen.
- Umgang mit dem Fisch:
o Der Fisch sollte die Prozedur in möglichst kurzer Zeit und so wenig Schaden wie möglich hinter sich bringen.
§ Folgende Grundregeln sind besonders hervorzuheben:
· Am Besten wird der Fisch nicht aus dem Wasser genommen sondern der Haken im Wasser gelöst.
· Den Fisch nur mit nassen Händen anfassen.
· Wenn der Fisch gelandet werden soll:
o Nach Möglichkeit keinen Kescher verwenden
o Besonders bei großen Fischen: den Fisch stets in der Waagerechten halten. Beispielsweise ein Meterhecht, der mit dem Kiemengriff gelandet wird kann davon innere Verletzungen erleiden.
o Den Fisch so kurz wie möglich außerhalb des Wassers halten. Nur 28% der Fische, die sich über 60 Sekunden außerhalb des Wassers befinden überleben die Strapazen.
· Ist der Haken tief geschluckt worden ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Fisch überlebt höher wenn der Haken nicht gelöst wird.
· War ein Fisch zu lange an der Luft kann man ihn „wieder-beleben“ indem man ihn mit einer Hand am Kopf, mit der Anderen am Schwanz im Wasser hält und langsam vor und zurück bewegt. Das Wasser strömt dabei durch die Kiemen und der Fisch flüchtet nach einigen Sekunden.
- Ort und Zeit:
o Fangtiefe und Wassertemperatur sind für ein erfolgreiches Zurücksetzen genauso wichtig wie der richtige Umgang und das richtige Gerät:
· Fische, die in einer Wassertiefe von über 5-6 Metern gefangen wurden überleben den Fangvorgang extrem selten. Besonders Fische die den Druck der Schwimmblase nur sehr langsam regulieren können (z.B. Barsche) können die durch den Fangvorgang entstehende Schwankung des Drucks auf den Körper nicht ausgleichen.
· Sehr warmes und sehr kaltes Wasser wirken sich negativ auf die Regeneration des Fisches aus.
Vielleicht erhält die Grundsatzdiskussion über Catch and Release (die an anderer Stelle geführt wird) ja mit der Broschüre ja ein wenig mehr Fundament – es wäre zu wünschen, besonders weil sie noch sehr oft auf Vermutungen der Angler gründet.
Der Link zu der Broschüre:
Hey, ich wollte euch Anglern mal meine neuste Entdeckung vorstellen. Bin letztens auf diesen Onlineshop gestoßen und bestelle dort mittlerweile alle meine Angelgeräte. Die Preis-Leistung stimmt aufjedefall.
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